Hier stellen wir ausgewählte Workshops und szenische Projekte vor, die als Bestandteile der Lehre am Institut regelmäßig öffentlich präsentiert werden.

Abschlusspräsentation zum Projektseminar von Diana Wesser

„social urban art 2 – Ost-West-Dialoge“

03.07.2020, 15:00-16:30 Uhr (via Zoom)

Über dreißig Jahre nach dem Ende der DDR stellt sich für junge Menschen in Leipzig, egal ob neu in der Stadt oder hier aufgewachsen, die Frage: „Was hat das mit mir zu tun?“ Die veränderten Lebensverhältnisse in Leipzig und Ost-Deutschland und die Brüche in den 1990er Jahren untersuchten wir in diesem TPT-Seminar in performativen Ost-West-Dialogen. Zum Abschluss des Seminars präsentieren die teilnehmenden Studierenden multimediale Performances, Hörstücke und Filme, die speziell für den digitalen Raum entwickelt wurden. Sie entstanden auf der Basis von Interviews mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen und Recherchen im Stadtraum, im eigenen Wohnhaus und im Familienalbum. 

 

Zur Abschlusspräsentation am 3. Juli, 15-16:30 Uhr laden wir herzlich ein. Bei Interesse senden Sie bitte eine E-Mail an Diana Wesser: info@dianawesser. Sie bekommen dann einen zoom Link und ein Passwort zugesandt.

 

Es präsentieren: Verena Brink, Bella Enderlein, Carolina Christ, Marlene Festag, Lisa Kruse und Philip Riediger

!? INKLUSION UND THEATER ?!

Onlineworkshop mit Jana Zöll und Gesprächsrunde mit Jana Zöll, Anne-Cathrin Lessel (LOFFT) und Anna Weyrosta (TdJW)

04.07.2020 von 16.00 bis 19.30 Uhr (via Zoom)

Wie überholt und veraltet sind aktuelle Theaterstrukturen? Wer bestimmt über Teilhabe? Welche konkreten Barrieren gilt es zu überwinden und wie?

Die Hochschulgruppe MaDiThea und das Seminar „The differently abled body. Von Freakshows, Inklusion und Kunst" von Melanie Gruß laden zu einem Workshop und einer Diskussionsrunde mit der Künstlerin Jana Zöll ein, in denen es um Fragen von „Ableism“, Zugänglichkeit und Inklusion im Theater gehen wird.

Im ersten Teil (16:00 - 17.45 Uhr) wird Jana Zöll über ihre Erfahrungen bei der Schauspielausbildung, ihre Arbeit sowohl in Strukturen des Stadttheaters als auch in der Freien Theaterszene berichten und eine persönliche Einschätzung zum Stand der Inklusion in der deutschen Theaterlandschaft geben. Moderation: Ella Burkhard (MaDiThea)

Im zweiten Teil (18:00 - 19:30 Uhr) kommen in einer kleinen Gesprächsrunde mit Jana Zöll, Anne-Cathrin Lessel (LOFFT) und Anna Weyrosta (TdJW) Akteurinnen der Leipziger Theaterszene über Inklusion und Theater in Leipzig zu Wort und ins Gespräch. Moderation: Melanie Gruß (Institut für Theaterwissenschaft, Tanzarchiv Leipzig e.V.)

Bitte melden Sie sich bis zum 03.07.2020 über die Hochschulgruppe MaDiThea zur Veranstaltung an. Vor Beginn erhalten Sie den Link zum Workshop per E-Mail.  

Die Performerin Jana Zöll, schreiend, auf einer Brücke am Fluss, Foto: Gianni Plescia
Die Performerin Jana Zöll, Foto: Gianni Plescia

Jana Zöll ist Schauspielerin, Performerin und Tänzerin. Sie absolvierte von 2004 bis 2008 eine Schauspielausbildung an der Akademie für darstellende Kunst Ulm (adk-ulm). Neben der Arbeit in freien Theaterprojekten erhielt sie 2014 für zwei Jahre ein Engagement am Staatstheater Darmstadt. Außerdem ist sie auf vielen Informationsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen und Festivals zu finden, bei denen sie über Fragen von Inklusion und Theater spricht, berät, teilnimmt und unterstützt. Sie gibt Workshops unter anderem als Teil des in Köln stationierten Un-label-Teams, das aus Künstlern und Künstlerinnen besteht, die sich für die inklusive Gestaltung von Theaterarbeit einsetzen. In Leipzig ist sie vor allem mit ihrem Performancekollektiv POLYMORA Inc. vertreten, das im letzten Jahr zum Beispiel im LOFFT mit dem Stück „School of Shame“ zu sehen war.

Was für ne SCHEISZE #menschistmensch, #leavenoonebehind

"In the Morning there is meaning, in the evening there is feeling" (Gertrude Stein)

Szenisches Projekt mit Antonia Baehr im Wintersemester 2019/2020

Antonia Baehr: „In diesem szenischen Projekt werden wir verschiedene Arbeitsweisen erproben, insbesondere die Arbeit mit Partituren, Verträgen, Performance, Choreografie, und Stimmarbeit… Wir werden über­wiegend praktisch miteinander arbeiten, zu zweit, zu dritt und in der Gruppe. Wir werden Imitation und Nachahmung in eignen Performanceskizzen angehen. Wir werden feministische Partituren praktisch erkunden. Wir werden uns der Methode des »Alba Emoting« annähern (diese Technik beabsichtigt, die Körpermuster von sechs so genannten »universellen Basisemotionen« aus Atem­rhythmus, Körperhaltung und Gesichtsausdruck einzunehmen: Freude, Trauer, Wut, Angst, erotische Liebe und Zärtlichkeit. Aus diesen sechs Basisemotionen werden dann alle weiteren Emotionen gemischt, vergleichbar mit den Primärfarben in der Malerei). Wir werden Partituren und kurze Stücke für einander schreiben und spielen, die auf zeitverschobenen Portraits basieren. Dafür werden wir uns mit Zeitlichkeit und dem Begriff des »Temporal Drag« (Elizabeth Freeman) befassen. Vor allem werden wir unsere eigenen Performances entwickeln und spielen.“

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