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Veranstaltungsort: Cammerspiele Leipzig

Die ganze Welt ist ein Gewebe aus gegeneinander streitenden Kräften! – Ach was? – Jaja. – Hm. Truffaldino, Brighella und Pantalone erzählen die große Heldengeschichte des Ritters von der traurigen Gestalt, seines treuen Schildknappen Sancho Panza und des edel-klapprigen Schlachtrosses Rosinante.

Schauspieler mit maske, der Marionetten führt, Foto: Compania Sincara

Szenenfoto "Don Q", Foto: Compania Sincara

In einer Zeit, in der Visionäre mit postfaktischen Theorien und alternativen Realitäten ihre Anhänger um sich scharen, in einer Zeit also, in der Menschen sich zu Helden aufschwingen, um Strömen und Wellen die Stirn zu bieten, sich Inseln der Sicherheit bauen, in einer Zeit, in der Begegnungen mit Tod und Teufel hinter jeder Ecke lauern können und das Abendland sich rüstet, in dieser Zeit also, in der Täuschungen und Irrglaube reale Konsequenzen nach sich ziehen, in der Völker für Tiere gehalten werden, in dieser Zeit, freilich die Zeit der Bauern und Ritter, in dieser Zeit – war anscheinend alles gar nicht so weit weg vom Heute.

Das ungleiche Figurenpaar Don Quijote und Sancho Panza zeigen uns, wie wichtig das Streiten und der Austausch sind – eine gebrochene Lanze für den Dialog jenseits von Gut und Böse, jenseits von Leben und Tod.

Warum fliegende Holzpferde und maskierte Gesichter, Klagelieder, Butterkuchen und die spanische Mancha etwas über uns und gegenwärtige Irrläufer erzählen und weshalb die Meinung eines guten Freundes Rettung bedeuten kann, selbst, wenn er in einer anderen Welt zu leben scheint, das zeigt DON Q so lebendig wie nie.

4.-6. März 2020 | 20:00 Uhr | Cammerspiele Leipzig

 

Es spielen: Rico Dietzmeyer, Felicitas Erben, Eric Schellenberger

Musik: Anselm Vollprecht

Regie & Scenario: Rico Dietzmeyer

Szenographie & Masken: Franziska E. Schubert

Bühne & Objekte: Lisa-Maria Totzke

Produktionsleitung & Licht: Christoph Püngel