SoSe 2019

Die Gastprofessur wird im Sommersemester 2019 – unter dem Vorbehalt seiner Ernennung durch das Rektorat – von Herrn Michael von zur Mühlen besetzt, einem der interessantesten Regisseure und Dramaturgen europäischen Gegenwartstheaters. Seit 2004 inszeniert er genreüber­greifend Schauspiel, Oper und zeitgenössisches Musiktheater u.a. am Forum Neues Musiktheater der Staatsoper Stuttgart, der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, der Oper Leipzig, dem Nationaltheater Weimar, dem DT Göttingen, dem Staatstheater Darmstadt, der Staatsoper Berlin und der Oper Halle. Seit Beginn der Spielzeit 2016/17 ist er Regisseur und Chefdramaturg im Leitungsteam der Oper Halle, deren avanciertes Programm seit dem künstlerischen Neustart im Sommer 2016 deutschlandweit große Beachtung gefunden hat. So erhielt die Oper Halle bspw. in der Saisonbilanz 17/18 der Fachzeitschrift Die Deutsche Bühne in der Kategorie „Überzeugendste Theaterarbeit abseits großer Theaterzentren“ die meisten Nennungen und wurde damit als wichtiger kultureller Leuchtturm ausgewiesen.

Eine wichtige Rolle in der Arbeit von zur Mühlens spielt die Auseinandersetzung mit Bertolt Brecht, dessen Werke Die heilige Johanna der Schlachthöfe, Leben des Galilei, Lehrstück und Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny er inszenierte. Zur Mahagonny-Inszenierung (2016, Oper Halle) schrieb Theater der Zeit: „Das ist Kapitalismuskritik auf der Höhe ihres Gegenstandes.“

Michael von zur Mühlen studierte Musikwissenschaften und Philosophie an der Humboldt-Universität Berlin und Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Er ist regelmäßiger Gast bei Podiumsdiskussionen (u.a. Salzburger Festspiele, Akademie der Künste, Staatsoper Berlin, Brechthaus Berlin) und veröffentlichte Essays und Beiträge zu Musik und Theater in Zeitschriften wie Die Deutsche Bühne und Theater der Zeit.

 

Weitere Informationen zum Bertolt Brecht Gastprofessor der Stadt Leipzig im Sommersemester 2019 unter www.michaelvonzurmuehlen.com.