Aktuelles

24.04. - Gestisch leben - Das Messingkauf-Projekt

Wir laden herzlich ein zur nächsten Ausgabe von Gestisch leben - preparing Brecht unter Fremden:

Olav Amende, Melanie Gruß und Michael Wehren (Leipzig)
DAS MESSINGKAUF-PROJEKT

am Mittwoch, 24. April 2019, 17 Uhr
im Hörsaal des Instituts für Theaterwissenschaft | Ritterstraße 16 | 1. OG | 04109 Leipzig

Die Veranstaltung stellt studentische Arbeitsergebnisse der theoretisch-praktischen Auseinandersetzung mit Brechts Fragment Der Messingkauf zur Diskussion. Brechts Fragment lädt ein, vier Nächte lang einer Diskussion über das Theater im wissenschaftlichen Zeitalter beizuwohnen. Zu Gast sind u. a.: Der Philosoph, der Dramaturg, die Schauspielerin, der Schauspieler. Im Hin und Her der Argumente, in abgebrochenen Monologen, Streitgesprächen und überraschenden Repliken entwickelt sich ein Theater der Theorie, dass sich ebenso produktiv wie irritierend gegen eine diskursive Schließung sperrt. Der Messingkauf zeichnet sich durch eine Vielzahl von Textsorten und Schreibweisen sowie eine ebenso wuchernde wie selbstkritische Überarbeitungs- und Variantenkultur aus, in der u. a. Theater, Politik, Schauspielkunst, Ethnologie und Anthropologie aufeinandertreffen, sich gegenseitig spiegeln, aber auch in Frage stellen.

Im Rahmen des Seminars „Brechts Theorie-Fragment Der Messingkauf: Lektüren und Erprobungen“ am Institut für Theaterwissenschaft im WS 2018/2019 folgten Olav Amende, Melanie Gruß und Michael Wehren gemeinsam mit Studierenden den unterschiedlichen Spuren und Schichten dieses Textes: spielerisch, dechiffrierend, kontextualisierend und kritisch. Daraus entstanden eigene kleine Arbeiten der Studierenden, die den Text in neue szenische Situationen versetzen, um seine heutigen Resonanzräume zu erproben.

 

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe Gestisch Leben – preparing Brecht unter Fremden statt, einer Veranstaltungsreihe des Centre of Competence for Theatre (CCT) und des Instituts für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig in Vorbereitung des internationalen wissenschaftlich-künstlerischen Symposiums BRECHT UNTER FREMDEN / BRECHT AMONG STRANGERS, das vom 19.–23. Juni 2019 in Leipzig.

Gestisch leben heißt handeln unter Umständen, die keinen Halt und keine Orientierung bieten. Gestisch leben ist eine Fähigkeit, die für das Zusammenleben unter Fremden dringend benötigt ist. Bertolt Brecht hat sich Zeit seines Lebens mit der Theorie und Praxis der Geste beschäftigt. Er hat Vorschläge gemacht, wie sich in der Gegenwart gestisch leben lässt.

Gestisch Leben – preparing Brecht unter Fremden ist eine fortlaufende Reihe von Lecture Performances, die im Wintersemester 2018/19 und im Sommersemester 2019 in der Regel mittwochs von 17–19 Uhr stattfinden. Damit werden Künstler*innen und Wissenschaftler*innen vorgestellt, die auf dem Symposium mit einem Projekt vertreten sein werden und/oder thematisch Wichtiges dazu beizutragen haben.

Weiter Informationen und Termine unter: cct.gko.uni-leipzig.de/forschung/tagungen/gestisch-leben/