2017

„Die Macht der Gefühle – Schauplätze des Fremden“

Veranstaltungsreihe des DFG-Forschungsprojekts „Das Theater der Wiederholung“ unter der Leitung von Prof. Dr. Günther Heeg

Im Zentrum stehen Vorträge und Gespräche über das Musiktheater besonders der Grand Opéra. Werke wie Fromental Halévys „La Juive“ und „Le Huguenots“, „Le Prophète“ und „L’Africaine/Vasco de Gama“ von Giacomo Meyerbeer thematisieren das Fremde und die Macht der Gefühle, denen es ausgesetzt ist. Konfliktuös zerrissene Gesellschaften, religiöser Fanatismus und Fundamentalismus, Fremdenhass und kultureller Kolonialismus bilden das gewaltvolle stoffliche Substrat der Grand Opéra und verleihen ihr eine dringliche Aktualität.

Die Veranstaltungsreihe wurde 2016 mit Gesprächen und Vorträgen von Peter Konwitschny, Prof. Dr. Anselm Gerhard, Oriza Hirata, Dr. Chikako Katagawa, Dr. Merle Fahrholz und Prof. Dr. Karin Harasser eröffnet.

Im Jahr 2017 eröffnete Dr. Christian Geltinger von der Oper Leipzig mit einem Vortrag und Gespräch zu Puccinis „Turandot“ und Richard Strauss' „Frau ohne Schatten“ die neue Saison.

 

Wir laden herzlich ein zum Vortrag von

Prof. Klaus Zehelein 
»MIT DEN OHREN SCHAUEN UND MIT DEN AUGEN HÖREN.
Helmut Lachenmanns Musik mit Bildern Das Mädchen mit den Schwefelhölzern«

am Dienstag, den 24. Januar 2017, um 15.00 Uhr
Institut für Theaterwissenschaft, Ritterstraße 16, 04109 Leipzig.

 

Prof. Klaus Zehelein studierte Germanistik, Musikwissenschaft und Philosophie in Frankfurt am Main. 1967-1970 Engagement als Dramaturg an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel. 1970-1977 Chefdramaturg am Staatstheater Oldenburg. 1977-1987 Chefdramaturg an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main, später dort auch koordinierter Operndirektor. Nach einer zweijährigen Tätigkeit als freier Schauspiel- und Operndramaturg in Berlin, Frankfurt, Brüssel und Wien ab 1989 künstlerischer Direktor des Hamburger Thalia Theaters. Von 1991-2006 Opernintendant an der Staatsoper Stuttgart. Von 2003-2015 Präsident des Deutschen Bühnenvereins. Von 2006-2014 Präsident der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München.

Lehrtätigkeit als Dozent für Musiksoziologie an der Universität Oldenburg in der Oldenburger Zeit. Nebenher Dozent an der State University of Minnesota sowie am Collège International de Philosophie in Paris engagiert. Gastprofessuren an der Universität Gießen (Institut für angewandte Theaterwissenschaft) und 1986-1992 an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien.

Weitere Termine

12. Januar 2017, Institut für Theaterwissenschaft, Hörsaal, 17.00 Uhr
Vortrag Dr. Geltinger, Chefdramaturg und Leiter Education an der Oper Leipzig
»Il mio nome non sai. Liebe als Identitätsfindung in Puccinis Turandot«

2. Juli 2016, Institut für Theaterwissenschaft, Hörsaal, 16.30 Uhr
Vortrag Prof. Dr. Karin Harrasser, Kunstuniversität Linz
»Ekstase und Klamauk. Jesuitische Theaterpraxis in Chiquitos«

2. Juni 2016, Institut für Theaterwissenschaft, HS, 17.00 Uhr
Vortrag von Dr. Merle Fahrholz, Mannheim
"Ein bürgerlicher Gesellschaftsentwurf vor mittelalterlicher Folie. Marschners Der Templer und die Jüdin"

4. Mai 2016, in der Oper Köln, Offenbachplatz, 50667 Köln, 11.00 Uhr
Gespräch mit Peter Konwitschny über  "Wolfgang Rihms Oper Die Eroberung von Mexico"

2. Februar 2016, Institut für Theaterwissenschaft, HS, 15.00 Uhr
Vortrag der Musiktheaterexpertin Dr. Chikako Kitagawa, Yokohama
"Über das Schweigen. Zu den Opern von Tashio Hosokawa"

30. Januar 2016, Staatsoper Hamburg, 19.30 Uhr
Besuch des Seminars Forum Musiktheater/Die Macht der Gefühle der Inszenierung von Toshio Hosokawas Oper „Stilles Meer“ in der Inszenierung von Oriza Hirata; Vortrag des Regisseurs und Gespräch mit dem Regieteam

18. Januar 2016, Institut für Theaterwissenschaft, HS, 17.00 Uhr
Vortrag Prof. Dr. Anselm Gerhard, Institut für Musikwissenschaft Universität Bern
"Tragödie mit den Mitteln der Farce. Zum historischen und sozialen Ort von Meyerbeers großen Opern"

11. Januar 2016: Nationaltheater Mannheim, 11.00 Uhr
Gespräch des Seminars Forum Musiktheater/Die Macht der Gefühle mit dem Regisseur Peter Konwitschny und den Dramaturginnen Merle Fahrholz und Bettina Bartz über die Aktualität von „La Juive“

10. Januar 2016: Nationaltheater Mannheim, 19.30 Uhr
Besuch des Seminars Forum Musiktheater/Die Macht der Gefühle der deutschen Premiere von Peter Konwitschnys Inszenierung von Fromental Halévys Grand Opéra „La Juive“ im Nationaltheater Mannheim