REIHEN WEISE FREMD | STRANGE IN SERIES

Forschungsreihe
der Juniorprofessur Theaterwissenschaft
am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig

Die Forschungsreihe REIHEN WEISE FREMD | STRANGE IN SERIES wird vom Team der Juniorprofessur Theaterwissenschaft konzipiert und durchgeführt. Ab dem Sommersemester 2018 widmet sie sich der Beforschung von Fremdheit(en) und Fremdheitserfahrungen. Ausgehend von einer theaterwissenschaftlichen Perspektive sollen Blickwinkel und Ausrichtung der Forschungsreihe aber nicht auf diese beschränkt sein.

Mit jeder*m Eingeladenen, die aus verschiedenen künstlerischen und wissenschaftlichen, theoretischen wie praktischen Disziplinen, Genres, Forschungs- und Wissensfeldern stammen, soll der Fächer an Methoden, Zugängen, Perspektiven, Instrumenten und Tools erweitert werden, der einer gegenwärtigen und dringend notwendigen Fremdheitsforschung dienlich sein könnte. Die Vermittlung auch außerhalb akademischer Kontexte in die Gesellschaft hinein soll beispielsweise durch die Suche nach öffentlichen Veranstaltungsorten unter Maßgabe sozio-kultureller Barrierefreiheit gelingen.

Hinzu kommt ein maßgeblicher Einbezug von Studierenden, den unter anderem eine carte blanche gewährleistet, durch die pro Semester mindestens ein Gast durch den Forschungsnachwuchs ausgewählt wird.

Presse

Gäste und Termine:

#0        Pressekonferenz zum Auftakt der Forschungsreihe
26.6.2018 | 11.15 Uhr | Institut für Theaterwissenschaft | Ritterstr. 16 | Leipzig

#1        Bridge Markland (Drag-Performerin, Berlin)
4.7.2018 | 19 Uhr | Institut für Theaterwissenschaft | Ritterstr. 16 | Leipzig

#2        Arne Vogelgesang & Marina Miller Dessau (internil – Verein zur Untersuchung Sozialer Komposition, Berlin/Wien)
Wintersemester 2018/19 | Ort: n.n.b.

#3        Julian Warner & Oliver Zahn (HAUPTAKTION – Künstlerische Forschungsgesellschaft, München)
Wintersemester 2018/19 | Ort: n.n.b.

 

Konzept oder: Was wir wollen

Das Fremde ist scheinbar überall: politischer Kampfbegriff, kulturwissenschaftlicher Diskurs, Schlagzeile, Tresengespräch. Doch statt sich in diese Allgegenwärtigkeit einzureihen und erneut die Frage zu stellen, was das Fremde ist, sucht die Forschungsreihe REIHEN WEISE FREMD | STRANGE IN SERIES das konkrete Erleben und Teilen von Fremdheitserfahrungen. Dieser oft emotional aufgeladene Themen- und Erfahrungskomplex in all seiner Fragilität und Flüchtigkeit wird Gegenstand einer groß angelegten, disziplinenübergreifenden (Be)Forschung.

Konzipiert und in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kooperationspartner*innen durchgeführt durch das Team der Juniorprofessur für Theaterwissenschaft am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig, liegt der Fokus der Forschungsreihe auf einem transkulturellen Ansatz. Dieser versteht Fremdheit als Begriff, welcher sich durch seine sprachliche, performative und historische Beweglichkeit jedem Versuch der Zu- und Festschreibung, Aneignung und Übernahme sowie einem vermeintlichen Verständnisvollzug entzieht. Im Gegenteil begreift er Fremdheit als kontextabhängige Variable, die immer wieder neu und immer wieder anders als ungreifbare Andersheit die eigene Perspektive hinterfragt und neu in Beziehung zu setzen herausfordert.

REIHEN WEISE FREMD | STRANGE IN SERIES lässt sich damit sowohl als duratives Forschungsprojekt als auch als transkulturelle Versuchsreihe begreifen, die den eigenen Forschungsgegenstand mit jedem (neuen) Ansatz und jedem (neuen) Format wie auch mit den beteiligten Forscher*innen und allen Teilnehmenden neu verhandelt.

In Kooperation mit Gästen unterschiedlicher Hintergründe versucht REIHEN WEISE FREMD | STRANGE IN SERIES, im Feld der Fremdheitsforschung inhaltlich, methodisch und formal bislang ungewohnte Wege einzuschlagen. Ziel der Reihe ist es, verschiedene Methoden der Fremdheitsforschung zu sammeln, gegenüber und ins Verhältnis zu setzen, miteinander zu verbinden, aber auch neu zu entwickeln und diese sowohl für weitere Forschungszweige als auch eine breitere Öffentlichkeit nutzbar zu machen.

Gefördert von: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Blog

Facebook