„Diskurs - Theater anders denken“ ist eine Kooperation des Schauspiel Leipzig mit dem Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig.

Diskurs XII: Die Zukunft des (Stadt-)Theaters in der Migrationsgesellschaft

Dienstag, 31. Mai 2016, 20.00 Uhr im Schauspiel Leipzig, Baustelle

(Karten: 0341/12 68 168)

„Theater anders denken“ ist eine Kooperation des Schauspiel Leipzig mit dem Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig.

Welchen Platz nimmt das (Stadt-)Theater in einer veränderten Theaterlandschaft ein?
Welchen Herausforderungen muss es sich in der Migrationsgesellschaft stellen?
Nachdem dieses Thema eine große Rolle spielen wird auf dem Sächsischen Theatertreffen in Bautzen, intensiv betreut auch in Kooperation mit dem Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig und den Studierenden, wird sich der Diskurs XII speziell mit dem Thema auseinandersetzen.

Zu Gast werden sein Prof. Dr. Eiichiro Hirata, Tokio, der ein Experte der deutschen Theaterszene ist und aktuell einen Deutschland-Aufenthalt absolviert, sowie Enrico Lübbe und Torsten Buß vom Schauspiel Leipzig und Lutz Hillmann vom Theater Bautzen (angefragt), im Gespräch mit Studierenden und Prof. Dr. Günther Heeg vom Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig.

Moderation: Skadi Jennicke

Eintritt: 5,– €

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Diskurs XI: Europa, bist du noch zu retten? Künstlerische Echos von den Rändern

»Europa, bist du noch zu retten? Künstlerische Echos von den Rändern«
Krise? Endlich! Wie Künstler Europa verderben und warum wir ihnen dabei helfen sollten.

Ein Gespräch zwischen Micha Braun, Veronika Darian und Anna Róza Burzynska
Moderation: Skadi Jennicke

Donnerstag, 17. März 2016, 20.00 Uhr in der Diskothek des Schauspiel Leipzig,
Eingang Bosestraße/Ecke Dittrichring

In Europa werden schon seit längerem diverse Krisen wahr- und vorweggenommen, be- und verarbeitet, er- und durchlitten. Die Finanz-, Schulden-, Beschäftigungs-, Demokratie- und Flüchtlingskrise halten den Kontinent auf Trab, lösen vielfältige nationale und regionale Reflexe aus, verursachen eine Unzahl von Gipfeln, Gegenmaßnahmen, Umverteilungen von Mitteln, Menschen und Problemlagen. Diese Diagnose ist beinahe so alt, wie das europäische Projekt selbst.

Zugleich aber bedeutet Krise immer auch Chance, bietet Anlass zur Veränderung und vor allem zur geistigen wie ästhetischen Reflexion. Die Künste leben regelrecht von der Krise und einer ihrer hauptsächlichen Impulse ist das kritische Hinterfragen bestehender Ordnungen und Diskurse.

Im Gespräch zwischen Micha Braun, Veronika Darian (Leipzig) und Anna R. Burzy?ska (Krakau) sollen künstlerische Beispiele aus dem Süden wie dem Osten Europas und darüber hinaus zum Anlass dienen, aus der Position der Randständigkeit und der ganz eigenen Krisenhaftigkeit heraus kritische Perspektiven auf den krisengeschüttelten Kontinent zu entwickeln und nach Alternativen zu fragen: zu Austerität, zu nationaler Einigelung, zu Marginalisierung und Ausgrenzung, aber auch zu Europa insgesamt in seinem gegenwärtigen Zustand.

Anna Róza Burzynska ist Redakteurin der Theatermonatsschrift »Didaskalia« und Dozentin am Lehrstuhl für Drama und Theater an der Krakauer Jagiellonen-Universität. Sie forscht und publiziert regelmäßig zu zeitgenössischem polnischen Theater sowie zum Theater des 20. Jahrhunderts. Vor wenigen Tagen veröffentlichte sie auf Nachtkritik.de einen offenen Brandbrief über die Zustände im polnischen Theater seit der Machtübernahme der rechts-konservativen Populisten.

Veronika Darian ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leipziger Institut für Theaterwissenschaft. Sie forscht und lehrt zu den Schwerpunkten Theater des Alter(n)s und der Dinge, Biographie und Narration in Theater, Tanz und Performance sowie Theater in Gesellschaft(en) in Transformation.

Micha Braun ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Forschungsprojekt »Das Theater der Wiederholung« am Leipziger Institut für Theaterwissenschaft. Er forscht und publiziert zu Praktiken der Wiederholung, des Erinnerns und Erzählens in den darstellenden und bildenden Künsten mit Schwerpunkt Ostmittel- und Osteuropa sowie zu Medien der Aneignung von Vergangenheit und Gegenwart. Zuletzt publizierten beide gemeinsam mit Jeanne Bindernagel und Miros?aw Kocur den Sammelband »Die Praxis der/des Echo. Zum Theater des Widerhalls« (Peter Lang 2015), welcher den im Echo wirkenden Praktiken des Wiederholens und Widerredens nachspürt. Der strukturierenden, provozierenden oder gar erschütternden Präsenz der/des Echo soll auch im Gespräch zu verhandelnden künstlerischen Positionen nachgegangen werden.

Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen.

Eintritt: 5 Euro

Diskurs X: ANDRZEJ T. WIRTH UND PAWEL KOCAMBASI: THEATER OHNE PUBLIKUM FILM UND GESPRÄCH

19.1.2016 um 19.30 Uhr in der Baustelle des Schauspiel Leipzig

ANDRZEJ T. WIRTH UND PAWEL KOCAMBASI:
THEATER OHNE PUBLIKUM
FILM UND GESPRÄCH

„Theater anders denken“ ist eine Kooperation des Schauspiel Leipzig mit dem Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig. Der Diskurs X wird veranstaltet in Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin — Filiale
Leipzig, unterstützt aus Mitteln des Grenzgänger-Programms der Robert Bosch Stiftung.

Der Film „Theater ohne Publikum“ von Pawel Kocambasi (eine Produktion der Knudsen & Streuber Medienmanufaktur) zeigt Fragmente aus dem Leben der internationalen Theaterpersönlichkeit Andrzej T. Wirth. Als Teenager in Polen zwischen den Fronten von Hitler und Stalin, wurde ATW 1966 durch die politischen Ereignisse in die USA katapultiert. Zeitgenossenschaft heißt für den Theatermensch ATW: mit Kantor und Grotowski in Polen, mit Brecht und der Gruppe 47 in Berlin, mit Robert Wilson in New York. Nach Europa zurückgekehrt gründete ATW 1982 das Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in
Gießen, das die performing arts bis heute geprägt hat. Zu seinen Schülern gehörten René Pollesch, She She Pop, Rimini Protokoll und viele andere.

Anschließend an den Film gibt es ein Gespräch mit: Andrzej T. Wirth, Pawel Kocambasi und Patrick Primavesi vom Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig.

Moderation: Skadi Jennicke

Eintritt: 5,– €

Flyer