Künstlerische Gastdozenturen

Wintersemester 2016/17

Künstlerische Gastdozentur im WS 16/17
Eva Ellerkamp
Heyoka Theater

Die bisher angegebene Künstlerische Gastdozentur (Szenisches Projekt mit Herrn Wolfram Höll) muss leider wegen kurzfristiger Terminschwierigkeiten ausfallen.

Sommersemester 2016

Die Künstlerische Gastdozentur (Module 03-TWL-0205 für den BA und 03-TWL-3001 für den MA) im SoSe 2016 umfasst folgende Veranstaltungen:

1) workshop "Die Maßnahme" (mit Fabiane Kemmann)

* Zeit: Sa, 28.05.16, Beginn: 10.00 Uhr

* Ort: Hörsaal, Institut für Theaterwissenschaft

2) workshop "ShortCuts & U-Turns" (mit Irina Pauls)

* Zeit: Mi, 08.06.16, Beginn: 15.30 Uhr

* Ort: Hörsaal, Institut für Theaterwissenschaft

3) workshop "Von der Tradition bis zur Gegenwart. Eine Begegnung mit ´japanischem´ Theater" (mit Prof. Dr. Eiichiro Hirata)

* Zeit: Di, 21.06.16, Beginn: 10.00 Uhr

* Ort: Hörsaal, Institut für Theaterwissenschaft

4) workshop "Brecht und die Medien" (mit Prof. Dr. Francesco Fiorentino)

* Zeit: Do, 30.06.16, Beginn: 11.00 Uhr

* Ort: Hörsaal, Institut für Theaterwissenschaft


5) workshop mit der japanischen Theatergruppe Chiten (Kyoto) 

* Zeit: So, 03.07.16, Beginn: 16.00 Uhr

* Ort: Hörsaal, Institut für Theaterwissenschaft

Wintersemester 2015/16

Prof. Dr. Klaus Zehelein

SPIELPLANGESTALTUNG
Seminar und Kolloquium über die Spielpläne sächsischer Theater 2015/2016

Die Publikation des Jahresspielplans ist gleichsam eine Absichtserklärung des Theaters zu seiner zukünftigen Arbeit und diese bleibt so lange Papier, als die theatrale Realisierung der Vorhaben weitgehend im Unbestimmten bleibt. Mit der Veröffentlichung der Stücktitel, der Projekte und weiteren Programmen zusammen mit der Nennung der beteiligten Künstlerinnen, Künstler und anderen Akteuren werden allerdings Tendenzen und eventuelle Strategien erkennbar, die bei dem
Leser bestimmte Erwartungen auszulösen vermögen. Im Hinblick darauf, daß sich Theaterarbeit eingebunden weiß in die gesamtgesellschaftliche Disposition von Angebot und Nachfrage, daß sie sich fragen muß, ob und wie sie in die aktuellen psychologischen, sozialen, politischen und ästhetischen Diskurse eingreift, stellt sich die Frage, welche Parameter für die Spielplangestaltung bestimmend sind. Ist jenes Statement haltbar, wie in der nachtkritik.de "Zur Zukunft des Stadttheaters XVI" geäußert, daß die Stadttheater "in ihrer inhaltlichen Ausformung nichts und
niemanden verpflichtet" seien,"weder Kulturpolitikern noch Auslastungszahlen, weder Abonnenten noch Klassikern...Die einzige Verpflichtung ist, diese Freiheit von Verpflichtungen auch zu nutzen"?

In Gesprächen mit Theaterleitern sächsischer Theater im Sommersemester 2016 soll dieses komplexe Thema "Spielplangestaltung" diskutiert werden. Da in dieser Zeit die Theatersaison sich dem Ende zuneigt, wird auch über die Erfahrung mit den Theaterereignisse selbst in Hinblick auf die Absichtserklärungen zu reden sein.
Zur Vorbereitung des Seminars ist ein erstes Arbeitstreffen am Ende des Wintersemesters geplant. Der Termin und die Gäste werden demnächst bekanntgegeben.

Sommersemester 2015

Szenisches Projekt mit Doris Uhlich
Universal Dancers in LE

Ausgangspunkt ist die Solo-Performance Universal Dancer, in der die Tänzerin ihren Körper aktiviert, als Epizentrum einer sich ausbreitenden Bewegung. Mithilfe von Techno-Musik und Slogans entsteht ein Tanzakt, der sich energetisch überträgt und Sound und Bewegung als Strömung erfahrbar macht. Im Szenischen Projekt wird daran gearbeitet, die Ausbreitung von Bewegungsimpulsen gemeinsam auch im Stadtraum von Leipzig auszuprobieren, im Rahmen des Festivals B_Tours Leipzig. Bewegung im Stadtraum (2. – 12. Juli 2015). Welche Kraft braucht man, um sich zu öffnen, etwas zu verändern, umzuschichten, in die Gänge zu bringen?

Projektarbeit: 24.06. – 03.07. (Probebühne), Präsentationen: 04.07. – 07.07.

Doris Uhlich ist eine international renommierte Tänzerin und Choreografin aus Österreich. Sie studierte Pädagogik für zeitgenössischen Tanz am Konservatorium Wien, war Spielerin in theatercombinat 2002-2009 und entwickelt seit 2006 eigene Projekte. 2011 wurde sie von der Zeitschrift "tanz" zur "Tänzerin des Jahres" gewählt und 2013 erhielt sie den "outstanding artist award" in der Kategorie "Darstellende Kunst" des bmu:kk. Zu ihren Projekten zählen u.a. „und“ (2007), „SPITZE“ (2008), „mehr als genug“ (2009), „Rising Swan“ (2010), „Uhlich“ (2011), „Come Back“ (2012), „more than naked“ (2013) und „Universal Dancer“ (2014). Stipendien und Residencies erhielt sie u.a. von Les Subsistances / Lyon, ImPulsTanz / Wien, Tanzquartier Wien, k3 / Tanzplan Hamburg und dem Austrian Cultural Forum / NYC.

Vorbereitend zum Szenischen Projekt wird die Teilnahme an der Vorlesung „Öffentlichkeit und Bewegung im Stadtraum“ (Prof. Primavesi, Mittwoch 17.00-19.00) empfohlen.

Wintersemester 2014/15

Szenisches Projekt mit Janez Janša – WS 14/15
The intention of the workshop is to develop creative approach to history. Re-enactments became extremely important practice, which reflect our relation to historical events as well as to history of performance. In last decade we witnessed enormous number of performances that re-enacted important events and art works. Being myself very busy with the issue of reconstructions (I prefer that term more than re-enactments) I can propose to participants reflection of problems you encounter working on reconstructions.

Instead of working on a historical event, the participants are invited to invent an event in the past (distant at least 30 years) that they might reconstruct through various approaches.

The participants work on creating evidence of an event in the past that didn't take place. The evidence can consist of media material (announcements, reviews, interviews, photos...), found documents (posters, tickets, audio and video recording...), letters, interviews with witnesses, police reports, transcriptions of public debates...

The aim of the workshop is to show how history is constructed by creating forged evidence. The evidence should be created in convincing manner, so anyone who would look at the collection of evidence would become at least curious in the presented event, if not completely taken by the evidence.

The work will contain both imagination in history as well as research in historical period. The participants will learn through their own research about history of performance in very practical way. They will create non-existing event and the presentation of evidence on that event will become new performative format, which might be combination of documentary theatre, reenactment, lecture performance or non-academic lecture.

Janez Janša, geboren 1964 als Emil Hrvatin, ist ein slowenischer Performance-Künstler und –Theoretiker. Er studierte Soziologie und Theaterregie an der Universität Ljubljana und Performance Theorie an der Universität Antwerpen. Von 1999 bis 2006 war er Herausgeber und Chefredakteur von MASKA, einem zweisprachigen (Englisch/Slowenisch) Magazin für performative Künste sowie Direktor des gleichnamigen Instituts für Publikation, Produktion und Bildung. Seit Beginn der 90er Jahre tritt er mit zahlreichen performativen und installativen Projekten sowie Vorträgen international in Erscheinung. Seine Arbeiten und sein Interesse gelten der Politik von Geschichte und Erinnerung in künstlerischen Rekonstruktionen und Re-Performances. Auf diesem Gebiet gilt er als einer der renommiertesten und gefragtesten Künstler und Theoretiker europaweit und darüber hinaus. Im Rahmen seiner künstlerischen Gastdozentur am Institut für Theaterwissenschaft Leipzig wird er neben dem szenischen Projekt bei dem Symposium „Das Theater der Wiederholung“ vom 30.10.-1.11.2014 im Theater der jungen Welt die Keynote-Speech halten.

 

Sommersemester 2014

Naoko Tanaka
Naoko Tanaka ist eine japanische Bildende Künstlerin, die ihre Visionen im Bereich der darstellenden Kunst vorwiegend als Performance-Installation realisiert. Im Rahmen des angekündigten Seminars stellt sie ihre künstlerisch-philosophischen Hintergründe und Arbeitsmethoden vor. Den Teilnehmenden werden kleine Übungen/Aufgaben gestellt, welche einzeln/gemeinsam bearbeitet werden können. Durch die Auseinandersetzung mit Gegenständen, Räumlichkeiten, Licht und Schatten sollen unterschiedliche Aspekte der menschlichen Vorstellungskraft beleuchtet werden.  Vorgesehen ist auch eine interne Aufführung von Naoko Tanakas preisgekrönter Installations-Performance „Die Scheinwerferin,“ mit anschließender Diskussion offener Fragen und der zugrundeliegenden Kunstauffassung.

 

Lars Krüger, Dramaturg TdJW, Prof. Dr. Günther Heeg

Reenacting Heiner Müller „Der Bau“

Seminar und szenisches Projekt zu Heiner Müllers „Der Bau“ mit Jugendlichen aus den TdJW-Spielclubs und Studierenden des Instituts für Theaterwissenschaft

„Ich bin/
Der Ponton zwischen Eiszeit und Kommune“
 
„Der Bau“ ist bevölkert von kantigen Kerlen, Chauvis mit weichem Kern und Versagern, die noch eine Chance bekommen. Heiner Müller präsentiert ein ganzes Arsenal an Archetypen des Erwachsenseins und wirft sie in das Projekt des sozialistischen Aufbaus: Zwei Kraftwerke müssen gebaut werden auf Teufel komm raus.

Der Bau eint sie entgegen aller Konkurrenz und widerstreitenden Haltungen und sie machen ihn dank ihres Einsatzes zur Erfolgsgeschichte. Doch gerade im Erfolg des sozialistischen Aufbaus beschleicht sie der Verdacht, dass dieses Gelingen sich nicht auf das eigene Leben überträgt.

„Wer braucht dich?“

Im szenischen Projekt wird der Text von uns Heutigen auf die Probe gestellt: Taugt er was? Taugen seine Figuren zur Annäherung oder wenigstens zur Abgrenzung?

Aber auch wir werden auf die Probe gestellt: Welche Entwürfe gelten heute? Und sind ihre Forderungen angemessener als jene des sozialistischen Aufbaus? Ist unsere Vorstellung von einem gelingenden Leben tragfähiger als die der Haudegen des Baus?

Im Gegeneinander, Miteinander und Nebeneinander der Lebenserfahrungen (der heutigen und jener, die sich in den Text eingeschrieben haben) liegt die Chance, etwas im Text und in uns in Bewegung zu bringen.
 
Das Seminar im Sommersemester legt die Grundlagen für die Proben im September und Oktober 2014 und die geplante Premiere am Theater der Jungen Welt am 26. Oktober 2014 (zwei weitere Vorstellungen werden während des theaterwissenschaftlichen Symposiums „Theater der Wiederholung“ am 30. und 31.10. gespielt). Neben der theoretisch fundierten Erarbeitung des Textes und der Erstellung einer Spielfassung steht die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen der TdJW-Spielclubs im Vordergrund. Des Weiteren sind theaterpädagogische Workshops sowie andere spielpraktische Workshops geplant.

Wintersemester 2013/14

Szenisches Projekt

MASKEN IN DER THEATERPRAXIS

mit Michael Vogel, dem Künstlerischen Leiter der Familie Flöz

 

Heike Hennig / Regisseurin und Choreographin

CRYSTAL - Rausch-Performance-Podiumsdiskussion (C -  R P P)

In CRYSTAL - Rausch-Performance-Podiumsdiskussion werden wir uns mit dem Thema Rausch in möglichst vielen Facetten auseinandersetzen. Rausch und Ekstase, Entgrenzung und Überschreitung sind gefürchtet, verachtet und begehrt, seitdem es Menschen gibt. Das Begehren nach einem Ausnahmezustand nimmt viele Gestalten an und immer wieder landet es in der Begrenztheit des Körpers und der Realität.

Die teilnehmenden StudentInnen werden gemeinsam ein etwas anderes Format einer Podiumsdiskussion entwickeln, Experten mit gegensätzlichen Positionen einladen, aber auch eigene Beiträge künstlerischer Art kreieren und Interaktionen mit dem Publikum wagen.

Wie gelingt es, sich diesem unsagbaren Phänomen des Rauschs zu nähern? Welche Rezeption findet man dazu in den verschiedenen Künsten wie der Malerei, der Literatur, der Musik, dem Theater und im Tanz?

Durch körperorientierte Bewußt-Seinstechniken (u. a. Body Mind Centering) werden wir unsere Selbstwahrnehmung schärfen, selbst-bewußt mit unserem Körpern, Zuständen, Erinnerungen arbeiten und in verschiedene Sprach- und Bewegungs-Sequenzen umsetzen. Diese szenischen Aktionen werden Teil einer dramaturgisch zu entwickelnden Podiumsdiskussion, in der die Grenzen zwischen Kunst und Diskurs, Expertenwissen und Selbsterfahrung fließend sind und einen Hauch des Phänomens Rausch spürbar werden lassen.

Parallel zu diesem Seminar wird die Produktion  "Crystal - Variationen über Rausch" für drei Schauspielern des TdjW und drei Tänzern entwickelt, die im Februar 2014 in Bayer Kultur in Leverkusen und im März im Theater der Jungen Welt in Leipzig Premiere hat. 

Ich freue mich sehr, wenn sich Seminar und Produktion ergänzen und  künstlerische Synergien für alle Beteiligten ergeben. 
 

Heike Hennig
 

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt
 

Heike Hennig. Geboren in Leipzig. Studierte Performing Arts am Moving On Center – School for Participatory Arts and Research in Oakland, CA, USA. 2000 kehrte sie nach Leipzig zurück und gründete das genreübergreifende Ensemble Heike Hennig & Co. Sie entwickelte zahlreiche Musik- und Tanztheaterstücke in eigener Regie. »Zeit – tanzen seit 1927« wurde für ARTE und ZDF verfilmt sowie in den deutschen Kinos und auf internationalen Festivals gezeigt. Neben zahlreichen Eigenproduktionen kuratiert Heike Hennig die Reihe OPER unplugged. Wichtige Stationen waren u.a. das Schauspielhaus Hamburg, Ringlokschuppen Mülheim an der Ruhr, Neues Theater Halle, Deutsches Nationaltheater Weimar, Staatsschauspiel Dresden, Schauspielhaus Dortmund, Neues Museum Berlin. Gastspielreisen gingen nach Italien, Dänemark, Schweden, Griechenland, Kanada und China. Heike Hennig unterrichtet genreübergreifend an der Zürcher Hochschule der Künste, der Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig und der University of British Columbia in Vancouver. Choreographisch begleitete Heike Hennig Janaceks Oper »Das schlaue Füchslein«, ein Monteverdi-Ligeti-Projekt an der Oper Leipzig und Faßbinders "Preparadise sorry now" am Centraltheater. Sie entwickelte das performatives Stück "Gesamtgewicht" für das Theater der Jungen Welt und übernahm die Regie "Die Geschichte vom Onkelchen". Ihr Tanzoratorium " Maria XXX"  für 24 Musiker, Sänger und Tänzer wurde 2013 für die "Highlights des Internationalen Tanzes"  in der Oper Bonn wieder aufgenommen. Derzeit arbeitet Heike Hennig an "Heute: volkstanzen" am K3/Kampnagel Hamburg.

 

Termine:

4. November 10 – 12 Uhr/ 7. November ab 19 Uhr

11. November 10 – 12 Uhr/14. November ab 19 Uhr

18. November 10 – 12 Uhr

Hörsaal/Seminarraum

Weitere Treffen im Dezember,

geplante Aktion: Ende März 2014

 

Sommersemester 2013

Szenisches Projekt  (Helmut Schäfer)

Komik Macht Ohnmacht
Dass das Komische nicht nur in seinem eigenen Genre, sondern auch in den dunkelsten Trauerspielen zu finden ist, ist keine Neuigkeit. Werden Situationen übermächtig, können Menschen kaum noch angemessen reagieren. Diese Hilflosigkeit führt zu einem Verhalten, das trotz aller Spuren der Verzweiflung komisch wird und darin seine Lösung findet. 

Die dramatische Literatur ist von dieser Differenz geprägt. Ob Tragödie oder Komödie: die Ohnmacht des Subjekts ist Voraussetzung des Komischen. Beispielhaft sollen Texte von der Antike bis zur Gegenwart untersucht werden, "Die Bacchen" des Euripides, Shakespeares "König Lear", Georges Feydeaus   „Monsieur Chasse" und Woody Allens "Gott". Was die ästhetischen Theorien zur Komik beitrugen, wird zur Analyse genutzt.

Theorie-Praxis-Transfer (Bettina Frank)

Actbox
Hach, die guten alten Zeiten, als es noch die Jukebox gab.  Geld rein, Titel wählen und ein tattriger Greifarm wandernd stockend los, findet die entsprechende Platte, greift sie umständlich und legt sie auf…

Genau diesen wunderbar nostalgischen Service gönnen wir den Besuchern der „StudentPerformanceNight“ im Theater der Jungen Welt Leipzig mit der Actbox, eine Art Musicbox mit Theater auf Bestellung. Chip rein, Szene auswählen und ein tattriger…

Die Mechanik der Actbox ist noch zu erfinden, die Inhalte sowieso. Die Performer sind unerschrockene Studenten der theaterwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig mit Spielwut und der Lust, sich in unterschiedliche Genres zu werfen.

Unter Leitung der erfahrenen Berliner Theaterpädagogin Bettina Frank wird dieses praktische Seminar mit Mitteln der szenischen wie inhaltlichen Improvisation arbeiten. Ziel ist es, mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Techniken zu entwickeln, um aus spontanen Impulsen vielschichtige Szenen zu entwerfen. Neben gedanklicher Schnelligkeit sollen hier vor allem schauspielerische Techniken und Körperarbeit trainiert werden.

Die erlangten Fähigkeiten sollen dann am 30. Mai vor Publikum zum Einsatz kommen. Die Student Performance Night ist ein erfolgreiches Format des TdJW, das inzwischen zum fünften Mal veranstaltet wird. An diesem Abend werden auch die beiden Studentenclubs des TdJW auftreten, außerdem ist die Veranstaltung für alle freien studentischen Gruppen offen. Die Student Performance Night bietet mit ihrer informellen Atmosphäre einen idealen Rahmen, um sich (erstmals) vor Publikum auszuprobieren.

Wintersemester 2012/13 (SoSe 2013)

Szenisches Projekt  (Milo Rau)

Schau-Prozesse
Das semesterübergreifende szenische Projekt mit dem Schweizer Regisseur und Autor Milo Rau wird fortgesetzt mit Blockveranstaltungen, in denen die Teilnehmer/innen die in ihren jeweiligen Arbeitsgruppen vorbereiteten Recherchen zu den Moskauer Prozessen gegen Künstler/innen und Ausstellungsmacher/innen vorstellen. Gemeinsam mit Milo Rau wird an Formen einer szenischen Auseinandersetzung mit dem Material weiter gearbeitet.

Die Termine dafür sind: Freitag/Samstag 17./18.5.2013 Hörsaal Ritterstraße 16
und Montag bis Freitag 03.06.-07.06.2013 Probebühne.
 

Milo Rau ist ein Theater-/Filmregisseur und Autor aus der Schweiz, der in den letzten Jahren vor allem durch seine Produktionen Hate Radio (über den Völkermord in Ruanda) und Die letzten Tage der Ceausescus (über die Verurteilung des rumänischen Diktators und seiner Frau) bekannt wurde. Rau hat außerdem zahlreiche Texte publiziert und die Praxis des Re-enactments erforscht. Zur Zeit arbeitet er an einem umfangreichen Aufführungs- und Filmprojekt zu den Gerichtsprozessen gegen Beteiligte der Moskauer Ausstellungen „Verbotene Kunst“ und „Achtung Religion“.

Sommersemester 2012

Szenisches Projekt (Lindy Annis)

Gesten in Leipzig – eine performative Bestandsaufnahme
Das Projekt wird mit Gesten als einer Sprache des Körpers arbeiten, die in ikonographischen Traditionen der bildenden Kunst ebenso wie in der Performance-Kunst eine wichtige Rolle spielt. Leipzig wird für unsere Erforschung von Gesten zum Untersuchungsfeld – in den Museen und öffentlichen Institutionen, auf der Straße und in Tageszeitungen. Wir können Gesten und Posen suchen und beobachten, sammeln, und vergleichen. Das gestische Material kann ausprobiert und anprobiert werden. Mit manchen Gesten öffnen sich historische Perspektiven, wie es die Kunsttheorie von Aby Warburg nahelegt. So werden wir z.B. untersuchen, ob ein „Nachleben“ der antiken Gestik und der damit verbundenen Emotionalität auch im Verhalten und in der Körperlichkeit moderner Menschen zu spüren ist? Welche Art von Gestik sich auf welche Weise heute in Leipzig beobachten lässt, soll mit dieser performativen Bestandsaufnahme erforscht, diskutiert und erprobt werden.

Das Projekt beginnt in der letzten Mai-Woche und wird mit Performances und Installationen bei der Akkumulator-Nacht zur Geste in der Schaubühne Lindenfels am 16. Juni 2012 präsentiert.
  

Lindy Annis ist eine amerikanische Künstlerin, die in New York experimentelles Theater studiert und aufgeführt hat. Seit einiger Zeit lebt sie in Berlin, wo sie die Körpergestik unserer westlichen Kultur, ihre Ikonographie und ihr "Nachleben" in der Gegenwart untersucht. Entstanden sind dazu seit 2002 bereits eine Reihe von Theaterarbeiten: The Encyclopedia of Tragic Attitudes, Death of a Salesman, Lady Hamilton’s Attitudes, Warburgs Memo und The Feminine Figures.

(weitere Informationen: www.lindyannis.net)

Theorie-Praxis-Transfer (LIGNA)

Gymnastik, Bewegungschöre und Gesten
Das Projekt-Seminar verfolgt die Diskussion um Gymnastik und Geste ausgehend von Debatten Anfang des 20. Jahrhunderts, als Émile Jaques-Dalcroze‘s rhythmische Gymnastik und die von Rudolf von Laban geprägte Entwicklung des modernen Tanzes zahlreiche Anhänger fanden. Neben der professionellen Szene entstand eine große Laientanz-Bewegung, insbesondere die von Laban und seinen Schülern organisierten Bewegungschöre. Die Performancegruppe LIGNA arbeitet seit längerem über die Körperpolitiken Anfang des 20. Jahrhunderts und wird dazu am 12. Mai 2012 ein Stück vor dem Festspielhaus Hellerau präsentieren. In der Veranstaltung wollen wir dieses Stück für Hellerau mit den Studierenden vorbereiten. Am 16. Juni 2012 findet dann in Leipzig die Akkumulator-Nacht Gesten an der Schaubühne Lindenfels statt, die wir ebenfalls mit einer Arbeit begleiten und auch inhaltlich mit vorbereiten wollen.

Das Projekt-Seminar wird in mehreren Blöcken stattfinden (Termine noch zu vereinbaren) und beginnt mit einer Vorbesprechung am Dienstag, 10. April, 11-13 Uhr.

Die Gruppe LIGNA entwickelt zwischen Theater, Tanz, Installation und Performance neue Situationen, ermöglicht unwahrscheinliche Bewegungen, und erfindet die Rolle des Publikums neu. Mit ihren Modellen performativer Radionutzung, wie dem Radioballett, intervenieren sie in den öffentlichen Raum und befragen seine Normen und Kontrolle. LIGNA besteht aus Ole Frahm, Michael Hüners und Torsten Michaelsen und existiert seit 1997. Kürzlich erschien ihr Buch „An Alle! Radio Theater Stadt“ bei Spectorbooks in Leipzig.

Wintersemester 2011/12

Szenisches Projekt (Stephan Wolf-Schönburg)

Worte bewegen
Am Ende des Seminars soll es zu einer Aufführung zum Thema kommen.

Wir werden gemeinsam untersuchen, wie Worte im Privaten Bewegung auslösen können.

Physisch, psychisch, emotional.

Wo liegt die Macht der Worte im Politischen? Können Worte politische Bewegungen verursachen und beeinflussen?

Wie brisant können Worte sein?

Wo und wann haben die Teilnehmer in ihrem Alltag, in ihrem persönlichen Umfeld oder im politischen Geschehen die Macht der Worte beobachtet?

Die Teilnehmer des Seminars werden im Vorfeld kurze Texte verfassen. Die konkrete Richtung dieser Texte wird rechtzeitig vor Beginn des Seminars benannt.

Theorie-Praxis-Transfer (Dr. Marita Tatari)

Das Drama als gegenwärtiger Begriff
Gegen das neuzeitliche Drama, wie Peter Szondi es in seiner Theorie des modernen Dramas als Form beschreibt, grenzen sich seit mehreren Jahrzehnten Theaterpraxis und -theorie ab. Statt nun ebenso die Auflösungserscheinungen der dramatischen Merkmale in neueren Theaterformen zu verfolgen, werden wir im Seminar untersuchen, wie diese dramatischen Merkmale, die Szondi explizit aus Hegels ästhetischen Ausführungen entnimmt, überhaupt begrifflich entstehen. Wir werden sie aus der Perspektive der Bedeutung heraus begreifen, die Hegel in seiner Ästhetik dem neuzeitlichen Drama beimisst. Inwiefern ist das Drama für Hegel die höchste aller Kunstformen? Was heißt es, dass für Hegel das Drama allein befähigt ist, seiner ganzen Darstellungsweise nach das Tragische „zum Prinzip des Kunstwerks zu machen und vollständig auszugestalten“? Und wie kommt es, dass das neuzeitliche Drama nicht mehr tragisch ist?

Das Drama gelangt zur dieser von seinen Nachfolgern so bekämpften ästhetischen Totalität erst in der Neuzeit, wenn es die Grenze seines Absoluten erkennt. Seine Handlung ist die paradoxe Gestaltung eines Absoluten, das sich als endlich kennt. Im Ausgang von Szondi werden wir in Hegels Ästhetik die Grundbedingung des neuzeitlichen Dramas erkunden, die das Drama in einem neuen Licht erscheinen lässt. Ziel ist es, in diesem Begriff ein für unsere Gegenwart hochaktuelles Feld auszumessen.


Sommersemester 2011

Szenisches Projekt (Erdmute und Waclaw Sobaszek)

Besucher (2. Teil)

1. Teil im WS 2010/11
Ein Auftritt des Dorftheaters Wegajty und ein erstes zweitägiges Treffen mit den Workshopleitern fanden Ende November 2010 statt.
Der Neueinstieg ist zum Sommersemester möglich.
Was dem Workshop im SS 2011 vorausgeht, sind Theater-Expeditionen zu Neujahr, Fastnacht und Ostern – die drei Grundpfeiler unserer „Anderen Schauspielschule”.  Unabhängig von dem hier angebotenen Workshop besteht für Interessierte die Möglichkeit, sich zur Teilnahme an ihnen zu bewerben: Wir werden in einem polnisch-ukrainischen Bergdorf alte Neujahrsmasken und eine neue Tanzimprovisation aufführen. Wir werden den „Karneval der Tiere“ mit Behinderten und Obdachlosen unserer nächsten Umgebung und mit Hausbesetzern begehen. Wir werden ein neues Maskenspiel in die Osterbräuche eines Dorfes an der litauischen Grenze einfügen. (Informationen auf der Website www.teatrwegajty.art.pl)
 

Der Workshop „Besucher“´
Im Sommer 2011 wollen wir in Leipzig unsere Arbeitsweise mit tradierten und improvisierten Tänzen, mit aus verschiedenen Regionen übernommenen Gesängen und – mit immer wieder neuen Masken vorstellen.

Die Arbeit beginnt mit Bewegung. Musik und Bewegung werden uns den ganzen Workshop über begleiten. Achtung! Es geht nicht darum, neue Körpertechniken zu erarbeiten oder akrobatische Leistungen zu provozieren. Übungen und Tänze helfen uns, locker zu werden und uns ohne Worte miteinander zu verständigen. Sie schaffen auch Raum für die Stimme, für das Singen. Raum im wörtlichen Sinne: Unser Material sind tradierte Frühlingsgesänge, die einem Ruf zum Echo gleichen.

Dann kommt die Arbeit mit den Masken. Wir werden unsere eigene Maske bauen. Wenn wir mit einer neuen Maske vor die Gruppe treten, können wir uns selbst im Spiegel, sozusagen im Spiegel des Publikums betrachten. Durch Bewegung, Situation und Kostümelemente werden wir dann immer neue Gesichter unserer Masken schaffen. In dieser Improvisation werden wir versuchen, die Grenzen unserer Fantasie zu erreichen.

Als „Besucher“ wollen wir aber auch die Grenzen unserer Gruppe überschreiten. Tänze, Lieder und Masken sind Bausteine eines „Event“, mit dem wir nun einer anderen Gruppe begegnen können. Jemanden, mit dem wir im alltäglichen Leben keine gemeinsame Sprache haben. Vielleicht gibt es Milieus, die uns brauchen? Wir werden versuchen, den Weg dahin zu finden. Es gibt Gruppen wie Behinderte, Flüchtlinge, Gefangene, Alkoholiker, Obdachlose. Im Vorlauf des Workshops ist es unsere Aufgabe, Kontakte aufzunehmen und ein gemeinsames Ereignis vorzubereiten, in welchem unsere Gastgeber unsere Partner sind. Dieses Ereignis, dieser „Besuch“, ist der Abschluss des Workshops.

Theorie-Praxis-Transfer (Jörg Wesemüller)

Konsum der Romantik oder Einsamkeit und Sex und Leipzig

HERZKLOPFEN ist Motto und Rahmenprogramm der Spielzeit 2010/2011 am Theater der Jungen Welt. Und eröffnet ein Spannungsfeld zwischen Philosophie, Ethik und Medizin, zwischen Kunst, Design und Kitsch. Der praktische Workshop „Konsum der Romantik“ stellt in diesem Kontext die große Frage nach der Liebe und ihrer gelebten Realität. 

HERZKLOPFEN ist was wir alle wollen. Es soll aufregend sein und intensiv – die Liebe. Und man hat ja auch so viele Möglichkeiten. Einmal im Hörsaal umgeschaut oder im Club oder ein paar Klicks im Internet... Jeder ist frei, seine Liebe zu suchen, wo er möchte und zu lieben, wie er möchte. Man muss sich nur den richtigen Menschen heraussuchen.

Was wie Freiheit aussieht, kann unter einer andern Perspektive extrem unfrei machen. Die Soziologin Eva Illouz hat sich auf dieses Thema spezialisiert und kommt zu der These, das der Konsum-Kapitalismus und unser heutiges Liebesleben, das sie unter dem Begriff Affäre zusammenfasst, nach den gleichen Prinzipien funktionieren: „Da wir anderen Menschen jetzt buchstäblich begegnen können, als würden wir etwas auf dem Markt erwerben, reflektiert die Affäre eine stark rationalisierte Haltung – eine Haltung des Auswählens und Einkaufens, man versucht das beste Angebot zu bekommen.“ Was folglich zu einer „Fragmentierung des Liebeslebens“ führt und lediglich der Selbstfindung dient sowie der Befriedigung der eigenen Bedürfnisse. Die Gier – eine der sieben Todsünden – wird dadurch zur Triebfeder für den Konsum-Kapitalismus als auch des Liebeslebens. Die Liebe wiederum droht unter diesen Bedingungen der Moderne, der Freiheit, gänzlich zusammenzubrechen.

Der Romanautor Helmut Krausser hat aus dieser Analyse einen ganzen Roman geschrieben, dessen Figuren sich in einer Großstadt begegnen, sich reiben, verbrauchen: „Einsamkeit und Sex und Mitleid“

In diesem Workshop werden wir mit diesen Quellen arbeiten, Erkundungen in das Leipziger Liebesleben unternehmen und einen eigenen Szenenbogen erarbeiten, in dem Konsum und Liebesleben aufeinderknallen.
 

Jörg Wesemüller
begann 1995 das Studium der Dramaturgie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Bis 1999 absolvierte er verschiedene Hospitanzen und Assistenzen im Bereich Dramaturgie und Regie am Bayerischen Staatsschauspiel in München (u.a. bei Andreas Kriegenburg und Klaus Emmerich) und am Burgtheater in Wien.

Jörg Wesemüller arbeitete als Gastdramaturg am Landestheater Linz/A und als Dramaturg und Regieassistent an der Schauburg (Theater der Jugend in München). Dort arbeitete er mit dem Jugendclub und war Lehrbeauftragter für das Abiturfach Dramatisches Gestalten am Nymphenburger Gymnasium in München.

Direkt nach seinem Studienabschluss 2001 war er als Dramaturg und Regisseur am Theater Konstanz engagiert. Bis 2006 leitete er dort den Jugendclub und erarbeitete zahlreiche Inszenierungen mit Jugendlichen und Studenten. Hinzu kommt intensive Workshop-Arbeit mit Schülern und theaterinteressierten Laien.

2006 war Jörg Wesemüller Stipendiat des Internationalen Forums junger Bühnenkünstler beim Berliner Theatertreffen. Seit dieser Spielzeit arbeitet er als freischaffender Regisseur und Theaterpädagoge in Saarbrücken, München, Jena, Konstanz und Zürich.

Am Saarländischen Staatstheater leitet er seit der Spielzeit 2006/2007 den neugegründeten Jugendclub U21, mit dem er die Projekte „Gnadenschuss!“ und „Being Macbeth“ erarbeitete. Im November 2007 inszenierte er „Die Verwandlung“ nach Franz Kafka in der sparte4. Seine Inszenierung von Dylan Thomas‘ „Unter dem Milchwald“ am Theater Neumarkt, Zürich, gastierte im September 2008 in der sparte4. Die U21-Inszenierung „über wunden“ wurde 2010 zum Bundestreffen der Theaterjugendclubs in Leipzig eingeladen.

Lehrauträge nahm Jörg Wesemüller seit 2006 an der Bayerischen Theaterakademie in München und am Konservatorium in Wien wahr.

 

Wintersemester 2010/11

Szenisches Projekt (Erdmute und Waclaw  Sobaszek / Teatr Wegajty)

Was dem Workshop im SS 2011 vorausgeht, sind Theater-Expeditionen zu Neujahr, Fastnacht und Ostern – die drei Grundpfeiler unserer „Anderen Schauspielschule”.  Unabhängig von dem hier angebotenen Workshop besteht für Interessierte die Möglichkeit, sich zur Teilnahme an ihnen zu bewerben: Wir werden in einem polnisch-ukrainischen Bergdorf alte Neujahrsmasken und eine neue Tanzimprovisation aufführen. Wir werden den „Karneval der Tiere“ mit Behinderten und Obdachlosen unserer nächsten Umgebung und mit Hausbesetzern begehen. Wir werden ein neues Maskenspiel in die Osterbräuche eines Dorfes an der litauischen Grenze einfügen. (Weitere Informationen ab Dezember auf der Website www.teatrwegajty.art.pl)

 

Der Workshop „Besucher“´
Im Sommer 2011 wollen wir in Leipzig unsere Arbeitsweise mit tradierten und improvisierten Tänzen, mit aus verschiedenen Regionen übernommenen Gesängen und – mit immer wieder neuen Masken vorstellen.

Die Arbeit beginnt mit Bewegung. Musik und Bewegung werden uns den ganzen Workshop über begleiten. Achtung! Es geht nicht darum, neue Körpertechniken zu erarbeiten oder akrobatische Leistungen zu provozieren. Übungen und Tänze helfen uns, locker zu werden und uns ohne Worte miteinander zu verständigen. Sie schaffen auch Raum für die Stimme, für das Singen. Raum im wörtlichen Sinne: Unser Material sind tradierte Frühlingsgesänge, die einem Ruf zum Echo gleichen.

Dann kommt die Arbeit mit den Masken. Wir werden unsere eigene Maske bauen. Wenn wir mit einer neuen Maske vor die Gruppe treten, können wir uns selbst im Spiegel, sozusagen im Spiegel des Publikums betrachten. Durch Bewegung, Situation und Kostümelemente werden wir dann immer neue Gesichter unserer Masken schaffen. In dieser Improvisation werden wir versuchen, die Grenzen unserer Fantasie zu erreichen.

Als „Besucher“ wollen wir aber auch die Grenzen unserer Gruppe überschreiten. Tänze, Lieder und Masken sind Bausteine eines „Event“, mit dem wir nun einer anderen Gruppe begegnen können. Jemanden, mit dem wir im alltäglichen Leben keine gemeinsame Sprache haben. Vielleicht gibt es Milieus, die uns brauchen? Wir werden versuchen, den Weg dahin zu finden. Es gibt Gruppen wie Behinderte, Flüchtlinge, Gefangene, Alkoholiker, Obdachlose. Im Vorlauf des Workshops ist es unsere Aufgabe, Kontakte aufzunehmen und ein gemeinsames Ereignis vorzubereiten, in welchem unsere Gastgeber unsere Partner sind. Dieses Ereignis, dieser „Besuch“, ist der Abschluss des Workshops.

Zur Person von

Erdmute und Waclaw  Sobaszek / Teatr Wegajty

Waclaw und Erdmute Sobaszek sind Gründer und künstlerische Leiter des Dorftheaters Wegajty. 1986 im Nordosten Polens ins Leben gerufen, wurde das Ensemble schnell zu einem wichtigen kulturellen Akteur in den politischen Umwälzungen der achtziger Jahre. Charakteristisch für die künstlerische Ausrichtung des Teatr Wegajty ist sein zeitgenössischer Umgang mit kulturellen Traditionen.

Das Theater entwickelte spezifische Workshop-Formen, die Ende der Neunziger Jahre in den organisatorischen Rahmen der „Anderen Schauspielschule“ (Inna Szkola Teatralna) eingefügt wurden. Die hier praktizierten Übungen greifen Karnevalsriten der Jahreswende und der Frühjahrsperiode auf und verwandeln sie in theatrale Expeditionen. Die Schüler nehmen an lebendigen, interkulturellen Experimenten teil. Auf den Expeditionen (in das polnisch-litauische Grenzgebiet, die Karpaten, das Swietokrzyskie-Gebirge) begegnen sich Menschen der unterschiedlichsten Sprachen, Kulturen, religiösen Traditionen. Sie nehmen an der Revitalisierung und Adaptation lokaler Formen des rituellen Theaters teil.

Der künstlerische Weg des Theaters Wegajty hat von seinen anfänglichen Inspirationen aus der Volkskultur, aus archaischen Gesängen und dem rituellem Theater bis hin zur Suche nach dem eigenen, postmodernen, die Genres, Ausdrucksmittel und schauspielerischen Methoden durcheinander mischenden Stil geführt. Das seit über zwanzig Jahren dort wirkende Theater, wo die ermländische Provinz und die Stadt Olsztyn aufeinander treffen, setzt sich immer wieder auf verschiedene Weise mit dem Phänomen der Ausschließung und Degradation der lokalen Bevölkerung auseinander, indem es lokale Zusammenarbeit fördert und Raum für eine unabhängige, alternative Kultur schafft.

Das seit 2003 organisierte Festival „Theatre Village” bietet Raum für einen noch breiteren und vielgestaltigeren Austausch. An ihm nehmen internationale Gruppen und Künstler teil, die im Grenzbereich von Theater und Ökologie, Globalisierungskritik, gesellschaftlichem Aktivismus, Therapie und Soziotherapie tätig sind.

Die Produktionen des Teatr Wegajty wurden in Russland, der Ukraine, in der Tschechischen Republik und Weißrussland, aber auch in der Schweiz, in Spanien, Frankreich und Deutschland (Dortmund, Greifswald, Berlin, Frankfurt/Main, Halle/Saale) gezeigt. Das Ensemble und die Inna Szkola Teatralna wurden mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.

Theorie-Praxis-Transfer (Michael Freundt)

„Ost-West-Passagen“. Ästhetische Tendenzen und künstlerische Mobilität im europäischen Theater / Neue Impulse aus dem Osten.
Der Fall der Mauer hat vor 20 Jahren zu einem enormen Schub im künstlerischen Austausch zwischen Ost und West geführt. Anstelle des politisch hoch komplizierten Blicks hinter den Eisernen Vorhang traten ein intensiver Austausch zwischen den Künstlern, Festivals und Europäischen Kooperationsprojekten. Zwanzig Jahre danach scheint jedoch der Osten an Faszination verloren zu haben. Das betrifft nicht nur die Präsenz auf Festivals, sondern die Wahrnehmung neuer künstlerischer Entwicklungen überhaupt. Junge Künstler haben immer seltener eine Chance, auf europäischer Ebene wahrgenommen zu werden. Ästhetische Entwicklungen scheinen in Ost- und Westeuropa äußerst unterschiedlich zu verlaufen.

Das Seminar versucht, diese Entwicklungen auch als Ergebnis gesellschaftlicher Veränderungen, fehlender Produktionsstrukturen und neuer politischer Akzente in den Nationalstaaten z.B. des Balkans und des Baltikums zu begreifen. 

Integrierter Bestandteil des Seminars ist das zweitägige Symposium „Ost-West-Passagen“ bei der euro-scene Leipzig (5./6. November), gemeinsam veranstaltet mit dem Internationalen Theaterinstituts (ITI), Berlin – ein intensiver Gedankenaustausch mit Künstlern, Festivalmachern und Netzwerkern aus Ost und West. 
 

Michael Freundt studierte an der Theaterhochschule „Hans Otto“ und der Universität Leipzig Theaterwissenschaft, Philosophie und Tanzwissenschaft. Seit 1997 war er als Pressereferent und künstlerischer Mitarbeiter und 2001 bis 2002 als Künstlerischer Leiter der euro-scene Leipzig tätig. 2003 wechselte als Stellvertr. Direktor in die Geschäftsführung des deutschen Zentrums des Internationalen Theaterinstituts (ITI), das er in den Europäischen Netzwerken ENICPA (www.enipca.net) und SPACE (www.spaceproject.eu) vertritt.

 

Sommersemester 2010

Szenisches Projekt (Sophia New)

The Monday Walk
Die Performance-Künstler Sophia New und Daniel Belasco Rogers (Plan B) werden mit den Studierenden zunächst an Techniken einer GPS-Kartographie arbeiten, in einer Recherche zu Erinnerungen von Leipziger Bürgern an ihre persönlichen Wege zu den Montagsdemonstrationen. Darauf aufbauend soll eine Audio-Tour erarbeitet werden, auf den Spuren der Demonstrationszüge auf dem Leipziger Innenstadt-Ring. 

Das Projekt steht in Verbindung mit der Veranstaltung (Festival mit internationaler Tagung) „Movement in Urban Space / Bewegung im Stadtraum“, die vom 24.-27. Juni vom Tanzarchiv Leipzig veranstaltet wird, in Kooperation mit der Theaterwissenschaft Leipzig, dem Centraltheater und weiteren Partnern.

Theorie-Praxis-Transfer (LIGNA)

Bewegungschöre / Arbeiten im öffentlichen Raum
Ole Frahm und Torsten Michaelsen von der Gruppe LIGNA werden in diesem Projektseminar Rudolf Labans Konzept und Praxis der „Bewegungschöre“ einer praktischen Kritik unterziehen. Dabei wird es zunächst darum gehen, Parallelen und Differenzen zwischen Labans Konzept und der Massenästhetik der deutschen Olympiade von 1936 zu reflektieren. Die Prinzipien der Bewegungschöre sollen mithilfe eines gemeinsam zu erstellenden Soundfiles auch praktisch erprobt werden, in der Vorbereitung einer Radio-Performance an verschiedenen Orten in Leipzig.

Das Projekt steht in Verbindung mit der Veranstaltung (Festival mit internationaler Tagung) „Movement in Urban Space / Bewegung im Stadtraum“, die vom 24.-27. Juni vom Tanzarchiv Leipzig veranstaltet wird, in Kooperation mit der Theaterwissenschaft Leipzig, dem Centraltheater und weiteren Partnern.

Wintersemester 2009/10

Szenisches Projekt (Wolfgang Engel)

„Der Freiheitsbegriff in Wilhelm Tell oder Die Erfindung der Schweiz durch Friedrich Schiller“
In Gespräch und Probenarbeit soll eine persönliche Annäherung an Schillers fernes, und in vieler Hinsicht problematisches, gleichwohl eine Neuentdeckung lohnendes Drama „Wilhelm Tell“ im Horizont heutiger Fragen und gegenwärtiger Erfahrungen versucht werden. 

Das Projekt verbindet dramaturgische Analysen und Techniken mit dem praktischen Erkunden von Möglichkeiten der szenischen Übersetzung und der schauspielerischen Realisierung von Schillers gestischer Sprache.

Ausgangspunkt ist die Frage nach der Vorstellung von ‚Freiheit‘ und dem Charakter der Revolte, die sich im Tell artikuliert. Dies auch vor dem Hintergrund der nicht so zahlreichen Freiheitsbewegungen, die die deutsche Geschichte kennt – nicht zuletzt der ‚Friedlichen Revolution‘ von 1989. Richtungweisend ist hier die eigentümliche Mischung von privatem und politischem Verhalten und Handeln bei Schiller. Besonderes  Augenmerk liegt dabei auf den (angeblich ‚unspielbaren‘) Frauenfiguren und der Rolle der Natur.
 

Biographie Wolfgang Engel
• 1965 staatliche Bühnenreifeprüfung in Berlin, anschließend erste Regiearbeiten in Schwerin
• 1974 – 1976 Regisseur an den Landesbühnen Sachsen Radebeul
• 1976 – 1978 Theater der Freundschaft Berlin
• 1978 – 1980 Dozent an der Schauspielschule Berlin
• 1980 – 1991 Staatsschauspiel Dresden
• 1988 – 1994 Gastinszenierungen am Wiener Burgtheater, Züricher Schauspielhaus, Berliner Schillertheater, Münchner Residenztheater
• 1991 – 1993 Schauspiel Frankfurt/M.
• 1995 – 2008 Intendant von Schauspiel Leipzig
• seit 2000 Honorarprofessor an der Theaterhochschule Leipzig
• 2005 Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
• seit 2008 Ehrenmitglied des Staatsschauspiels Dresden und Schauspiels Leipzig
• Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste

Preise:
1987 Kunstpreis der DDR

1989 Nationalpreis der DDR (Annahme abgelehnt)

2006 Konrad Wolf Preis

2007 Leipziger Theaterpreis
 

Auszug aus der Laudatio zur Verleihung des Leipziger Theaterpreises:

Mit Wolfgang Engel ehren wir einen Intendanten und Regisseur, der Theatergeschichte geschrieben hat und der sie fortschreibt in der Gegenwart. Der, bei allen Krisen, die auch er erlebt hat, nicht erstarrt ist zum Denkmal seiner selbst, sondern der lebendig geblieben ist, weil er sich immer wieder neu entwirft. Genau das macht seine Größe, genau das macht die Zeitgenossenschaft seines Theaters aus. (…)

„Mein altes Thema, das große Thema der Kunst: Wie sich das Individuum aufreibt an den sozialen Verhältnissen“, so hat Engel im Gespräch den inneren Antrieb seiner Theaterarbeit beschrieben. Es ist dabei nicht das Individuum, sein Charakter und seine Psychologie, die bei Engel im Zentrum stehen, sondern es sind die spannungsvollen, konfliktreichen Verhältnisse, in denen der Einzelne zu allen Anderen steht. Der Fokus von Engels Inszenierungen liegt auf dem aufreibenden Zustand des „In-Gemeinschaft-Seins“, jener anhaltenden Bewegung von Anziehung und Abstoßung, der wir – in der Gegenwart mehr denn je - ausgeliefert sind. Es ist ein gar nicht hoch genug einzuschätzendes Verdienst des Regisseurs Wolfgang Engel, dass seine Inszenierungen nicht den Rückzug antreten in die Innerlichkeit des individuellen Seelenlebens, sondern dass sie nicht aufhören, die Frage nach der Gemeinschaft zu stellen. Immer inszeniert Engel die Szene des „In-Gemeinschaft-Seins“, am augenfälligsten dann, wenn wie in Teilen von „Don Karlos“ oder ''Peer Gynt“ oder „Wallensteins Tod“ alle Akteure, auch solche, die nicht zur laufenden Szene gehören, gleichzeitig auf der Bühne sind. Die Szene des „In-Gemeinschaft-Seins“ ist die Ur-Szene von Engels Theater und der eigentliche Grund seiner Ensemblearbeit. (…) Engels Theaterarbeit verwandelt den dramatischen Text in ein Konzert polyphon untereinander und ineinander verschlungener Stimmen. Wenn diese sprachmusikalische Gemeinschaft auf jene trifft, in der Intrige und Gewalt, Mord und Totschlag herrschen, bleibt Letztere davon nicht unberührt. (…) In den „Piccolomini“ oder in der „Orestie“ kann man erleben, wie dieses Ereignis der Sprache die versteinerten Verhältnisse in Bewegung versetzt (…). Dass Wolfgang Engels Theater die Zukunft offen hält, ist vielleicht das Größte, was man über diesen großen Theatermann sagen kann.

Theorie-Praxis-Transfer (Britta Wirthmüller)

„Schreibstück“ von Thomas Lehmen
Mit „Schreibstück“ hat der Choreograph Thomas Lehmen 2002 den Score für eine Aufführung geschrieben, die von Choreographen und Tänzern unter der Berücksichtigung der Autorenrechte in unterschiedlichen Versionen entwickelt und aufgeführt werden darf. Wo im Tanz traditionell der Choreograph sowohl der Autor des Stücks als auch der Entwickler des Schrittmaterials ist, trennt Lehmen das Script von der Aufführung und den Choreographen von der Umsetzung des Werkes. So haben wir mit „Schreibstück“ die textliche Grundlage für eine Aufführung, ähnlich wie ein Dramentext für eine Schauspielinszenierung. Allerdings ist „Schreibstück“ ein Score-Text, der für die Aufführung in szenisches Material, Bewegungen oder gesprochenen Text übersetzt werden muss.
 

Wir werden in diesem Seminar gemeinsam eine Version von „Schreibstück“ erarbeiten, die im Rahmen der Tagung zum Thema Archiv/Praxis im Dezember aufgeführt wird. Dabei werden wir durch die praktische Arbeit erfahren, welche inhaltlichen, kompositorischen und dramaturgischen Vorgaben der Score bietet und welche Strategien der Umsetzung und künstlerischen Entwicklung wir selbst entwerfen müssen.

 

Britta Wirthmüller ist Performerin, Tänzerin und  Choreographin. Sie studierte Bühnentanz an der Palucca Schule Dresden, war Gaststudentin an der SNDO (School for New Dance Development) in Amsterdam und erhielt ihren MA in Performance Studies an der Universität Hamburg. Sie arbeitet sowohl solistisch als auch in Koproduktionen, u.a. mit dem Performance Kollektiv Pandora Pop. In den letzten Jahren befasste sie sich in ihrer künstlerischen Arbeit intensiv mit der (Un)möglichkeit der Übersetzung von Bewegung in Text und vice versa sowie mit der Frage, was einem Körper in seinem Umfeld Sichtbarkeit verleiht.

Sommersemester 2009

Szenisches Projekt (Laurent Chétouane)

Arbeiten mit Proben-Aufzeichnungen
Ausgangspunkt und Material dieses Projekts des Theaterregisseurs Laurent Chétouane sind Video-Aufzeichnungen der Proben zu einigen seiner Inszenierungen (unter anderem der Bildbeschreibung von Heiner Müller, die im Juni auch als Gastspiel im LOFFT gezeigt wird). Die Aufzeichnungen sollen in den drei Seminarblöcken gemeinsam untersucht und erforscht werden. Dabei wird es um elementare Aspekte der Körperarbeit und des Sprechens gehen – die Frage der Präsenzen auf der Bühne, das Verhältnis von Raum und Zeit im Probenprozess, verschiedene Formen des Suchens und Versuchens, die ein Stück weit auch unabhängig vom Ergebnis der jeweiligen Inszenierung für sich stehen können. Hierbei spielt die Reflexion des Mediums Video eine zentrale Rolle, da es bereits während der Probenarbeit als Hilfsmittel dient und andererseits als eine Art Dokument, Gedächtnis und Archiv dieser Arbeit auch im Nachhinein betrachtet und analysiert werden kann.
 

Das Projekt findet in Kooperation mit dem Tanzarchiv Leipzig e.V. statt, im Rahmen einer Reihe von Veranstaltungen zum Thema Archiv/Praxis.
 

Laurent Chétouane (*1973), Ingenieursstudium in Bordeaux, Rouen, Cleveland und Dortmund. Anschließend Studium der Theaterwissenschaft an der Sorbonne (Paris) und Theaterregie in der Klasse von Hans Hollmann an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Inszenierungen von Stücken und Texten von Schiller, Goethe, Büchner, Heiner Müller u.a. am Staatstheater Wiesbaden, am Nationaltheater Mannheim, am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, am Oldenburgischen Staatstheater, am Deutschen Nationaltheater in Weimar, an den Münchner Kammerspielen und andere Häusern.

Theorie-Praxis-Transfer (Bettina Idler-Milz)
Räume für den Tanz. Choreographie im Kontext der Künste

Das Seminar findet in Kooperation mit dem Tanzarchiv Leipzig e.V. statt.

Im Rahmen des Seminars wird (voraussichtlich am 26. Juni) auch eine Aufführung der Forsythe Company in Hellerau/Dresden besucht.

Die großen Experimente der 1920er Jahre, interdisziplinäre Arbeiten zwischen Tanz, Bildender Kunst, Musik, Architektur und Literatur, haben das Theater grundsätzlich verändert. Neue Formen von Körpertechnik und Choreographie sowie veränderte Auffassungen von Raum und Zeit gaben Wege zur Abstraktion frei und ermöglichten eine Formensprache, die für das Theater Chancen im Wettlauf mit der Entwicklung der anderen Künste bot. Nach der Zerschlagung der historischen Avantgarde durch den Faschismus war jedoch das traditionelle Spartensystem des Theaters für die Weiterentwicklung dieser Formen wenig geeignet. Künstler, die international und ein Stück weit unabhängig von den Betriebsstrukturen gearbeitet haben, konnten am ehesten dieses Erbe antreten. Im Rahmen des Seminars werden wir im Tanzarchiv Leipzig arbeiten, Traditionslinien des zeitgenössischen Tanzes sowie aktuelle Formen künstlerischer Praxis vorstellen und diskutieren. Im Zentrum der Betrachtung stehen dabei historische und zeitgenössische Kooperationen von Tänzern, Choreographen mit Bildenden Künstlern, Komponisten und Medienkünstlern wie auch die Entwicklung transdisziplinärer Werke.

 

Übersicht der Künstlerischen Gastdozenturen

  • Wintersemester 2016/17
    Eva Ellerkamp
  • Sommersemester 2016
    Fabiane Kemmann
    Irina Pauls
    Prof. Dr. Eiichiro Hirata
    Prof. Dr. Francesco Fiorentino
    japanische Theatergruppe Chiten (Kyoto)
  • Wintersemester 2015/16
    Prof. Dr. Klaus Zehelein
  • Sommersemester 2015
    Doris Uhlich
    Prof. Dr. Eiichiro Hirata
  • Wintersemester 2014/15
    Janez Jansa
    Lars Krüger
  • Sommersemester 2014
    Naoko Tanaka
  • Wintersemester 2013/14
    Michael Vogel
    Heike Hennig
  • Sommersemester 2013
    Helmut Schäfer
    Milo Rau
    Bettina Frank
  • Wintersemester 2012/13
    Milo Rau
  • Sommersemester 2012
    Lindy Annis
    LIGNA
  • Wintersemester 2011/12
    Stephan Wolf-Schönburg
    Dr. Marita Tatari
  • Sommersemester 2011
    Erdmute und Waclaw Sobaszek
    Jörg Wesemüller
  • Wintersemester 2010/11
    Erdmute und Waclaw Sobaszek
    Michael Freundt
  • Sommersemester 2010
    Sophia New
    LIGNA
  • Wintersemester 2009/10
    Wolfgang Engel
    Britta Wirthmüller
  • Sommersemester 2009
    Laurent Chétouane
    Bettina Idler-Milz
  • Wintersemester 2008/09
    Gardi Hutter
    Uwe Bautz
  • Sommersemester 2008
    Christine Standfest
    Leif Magne Tangen
  • Wintersemester 2007/08
    Küf Kaufmann
    Susanne Winnacker
  • Sommersemester 2007
    Figurentheater Wilde & Vogel
    Dr. Dirk Pilz
  • Wintersemester 2006/07
    Volker Lösch
    Stephan Suschke