Ausstellunq der Bühnenbildmodelle "Madama Butterfly"

Diese Ausstellung soll einen Teil der einzelnen Gruppenarbeiten des Seminars "Werkstatt: Oper - am Beispiel der Oper ´Madama Butterfly´ von G. Puccini" präsentieren. Neben den Inszenierungskonzepten waren auch die Anfertigung eines Bühnenbildmodells, der Entwurf von Figurinen und Programmheften vorgesehen. Dabei sind die Seminarteilnehmer auf sehr innovative Ideen für ihre Produktionen gekommen, wobei sich die Konzepte nicht gleichen, sondern von ihrer Individualität geprägt sind.
Zu den Entwürfen der Gruppenarbeiten wurde jede Präsentation im Seminar referiert und eine schriftliche Ausarbeitung der einzelnen Gruppenteilnehmer als komplette Arbeitsmappe vorgelegt.
Für das Engagement der Seminarteilnehmer möchte ich mich herzlich bedanken.

R. Christian Kube
(Seminarleiter)

Eröffnung der Ausstellung durch den Musiktheaterregisseur Herrn Christian Kube und Prof. Dr. Günther Heeg.

Prof. Dr. Günther Heeg

Christian Kube

Der Opernsänger Urs Markus (links) und Herr Christian Kube

Diese Gruppe benennt ihre Arbeit als Konzept der Reduktion, bei dem eine „schleichende" Abnahme von Sichtbaren und Unsichtbaren (Hoffnung der Titelfigur) über das Herunterfallen von weißen Tüchern erreicht wird. Die hintere weiße Fläche dient beim Finale der Oper als Projektionsfläche eines 8mm - Films, welche schließlich ebenfalls fällt.

Bei diesem Konzept soll die jahrtausend alte Kultur des Ostens mit der fortschrittlichen Zivilisation und Technik des Westens zusammentreffen. In der Bühnenmitte befindet sich ein japanischer Garten, angeordnet nach den Regeln des Feng Shui, wobei diese Ordnung im Laufe der Handlung durch Fernsehgeräte als Hochzeitsgeschenk Pinkertons zerstört wird.

Mit diesem Modell wollte die Gruppe eine zeitlose Form von Japan in Form eines Traums bewirken. Dabei steht neben der Teezeremonie von Butterflys Reich auch der Kontakt zum japanischen Garten. Die Bühne soll eine minimalistische Wirkung haben, als Gegensatz stehen hierzu die Wände in Schachbrettmuster - Form, die ein Symbol für das Herumschieben der Titelfigur (ähnlich einer Schachbrettfigur) sind.

Hier ist das Bühnenbild als Wohnraum mit einem Badezimmer und einer Bar in den jeweils hinteren Ecken. Zudem bietet sich dem Publikum über das große Fenster ein Ausblick auf einen japanischen Garten und dahinter das Großstadtpanorama von Nagasaki. Das Zimmer ist im traditionellen Stil angelegt und besteht aus Grün- und Kiesflächen.

Diese Gruppe zeigt mit ihrer Idee eine surrealistische und zeitlose Variante der Oper „Madama Butterfly". Überdimensionale Blütenkörper ragen hierbei aus einer großen Glasfläche heraus und dienen als mitunter räumliche Spielflächen. Das Bühnenbild soll sich vom vorgegebenen Naturalismus entfernen und bewusst künstlich wirken. Der Glasboden symbolisiert die Zerbrechlichkeit, die nach und nach verfallenden Blüten die schwindende Hoffnung der Titelfigur. Zudem lassen sich spezielle Lichteffekte über dieses Bühnenbild erreichen.

Mit diesem Konzept spielt die Handlung der Oper in einem Asia-Imbiss mit Laden in der heutigen Zeit in Deutschland. Der Ladenbereich soll ein relativ genaues Abbild eines japanischen Imbisses darstellen. Über eine Drehbühne tritt neben dem Imbiss auch Butterflys privater Wohnbereich in Form eines kleinen Zimmers in Erscheinung. So kann der Titelfigur über diese Trennung von Privat- und Innenleben und ihrer öffentlichen Rolle als Imbissbetreiberin Gestalt gegeben werden.

Mit diesem Konzept spielt die Handlung der Oper in einem Asia-Imbiss mit Laden in der heutigen Zeit in Deutschland. Der Ladenbereich soll ein relativ genaues Abbild eines japanischen Imbisses darstellen. Über eine Drehbühne tritt neben dem Imbiss auch Butterflys privater Wohnbereich in Form eines kleinen Zimmers in Erscheinung. So kann der Titelfigur über diese Trennung von Privat- und Innenleben und ihrer öffentlichen Rolle als Imbissbetreiberin Gestalt gegeben werden.

Eine doppelte Schmetterling-Metamorphose, die rückwärts und vorwärts geht, soll mit diesem Konzept verdeutlicht werden. Die rückgehende Entwicklung zeigt sich hierbei in der äußeren Handlung, bei der sich über das lange Warten Hoffnung zerstört und letzten Endes sich ein gedemütigter Wurm entwickelt. Im Innenleben der Butterfly entwickelt sich trotz aller Einsamkeit aus dem kleinen Mädchen eine reife und Kraft im Tod findende Mutter. Das Bühnenbild steht als Symbol für einen Schmetterlings-Kokon.

Über eine veränderliche Anordnung von innenleuchtenden Farbröhren lassen sich mit diesem Modell verschiedene Räumlichkeiten erschaffen. Ebenfalls ist die Farbe und Intensität jeder einzelnen Röhre über das Licht stets veränderbar.

Dieses Konzept sieht vor, die Titelfigur über einen oben befindlichen Marionettenspieler in Verbindung von Fäden zu bewegen.

Hier ist das Bühnenbild ein aufgeschlagenes Manga-Comic Heft, in dem sich die Handlung vollzieht. Die einzelnen Bilder sind dabei kleine Spielflächen, in denen sich die Figuren nach und nach aufhalten. Der technische Aufbau der Bühne gleicht einem Baugerüst vom Zuschauerraum eines Manga-Comics. Jedes Kästchen entspricht einer Szene. Nach dem Ende des ersten Aktes wird die in der Mitte befindliche große weiße Leinwand „umgeblättert".

Herr Kube (links) im Gespräch mit Herrn Tittmann (Mitte) und Herrn Bohn (rechts).

Frau Dr. Veronika Darian betrachtet gerade die Ausstellungsstücke (Regiebuch, Programmhefte etc.) in der Vitrine.

Herr Prof. Heeg betrachtet gerade eines der gebastelten Bühnenmodelle.