Buffone/Clown: Maske, Figur, Schauspielkunst

Ein szenisches Projekt unter der Leitung von Gardi Hutter im Wintersemester 08/09

Blockveranstaltung vom 08.12. bis zum 12.12.2008, täglich von 10 bis 13 und von 14 bis 16 Uhr im Seminarraum des Tanzarchivs, mit abschließender Präsentation im Hörsaal des Instituts

Programm:
Körperliche und emotionale Erfahrung des Spiels und der Darstellung; Entwicklung von eigenem körperlichen Ausdruck; szenische Logik: Aufbau und Ausbau einer Spielidee mit besonderer Aufmerksamkeit auf die „komische" Wendung - Pointe. Arbeitsschritte: Spiele - Übungen - Szenen.

Das fünftägige szenische Projekt verbindet die im Studium überwiegende theoretisch-historische Arbeit zu Fragen der Schauspielkunst mit der Spiel- und Theater-Praxis. Verknüpfungen zwischen Studien zur traditionellen „Arte" des souveränen Schauspielers werden mitbedacht und einbezogen, der Akzent aber liegt auf der gegenwärtigen Praxis dieser Schauspielkunst. Daher gehen hier die einzelnen Erfahrungen der Teilnehmer in verschiedenen Spielsituationen mit dem genauen Beobachten sowie dem aktiven Reflektieren und Aufarbeiten dieser im nachfolgenden Gespräch einher. Im Zentrum stehen also Erfahrungs-Wissen und leibliche Erkenntnis als die praktische Grundlage für das Erfinden von Maske/Figur und das Erzählen einer Geschichte, bei dem der Beobachter/Zuschauer zu einem gleichberechtigten Spielpartner wird.

Zur Person:
„Hutter hat sich in den vergangenen Jahrzehnten internationales Ansehen erspielt und gilt als das weibliche Vorbild für so genanntes ,Clowntheater'. Eine Frau, die so erfolgreich dem Clown-Beruf nachgeht, ist heutzutage nach wie vor eine Besonderheit. [...] mittlerweile ist sie in mehr als zwanzig Ländern aufgetreten, hat vier Kontinente bereist und dabei über 2700 Vorstellungen gegeben [...]." (Chantelau, Twyla: Gardi und Hanna. Theateranthropologische Annäherung an eine Schauspielerin und ihre Kunstfigur, Unveröffentlichte Magisterarbeit, Leipzig 2008, S.3.)

modulverantwortlich: Prof. Dr. Gerda Baumbach